ERSATZNEUBAU MUSIKSCHULE STÄFA

Auftraggeber Musikschule Stäfa
Ausführung 2017-2018
Leistung Entwurf bis Ausführung
Bausumme CHF 1.7 Mio

Das bestehende Rebbauernhaus, welches die Räumlichkeiten der Musikschule Stäfa beherbergt, wurde zwecks Flächenerweiterung durch einen Ersatzneubau ergänzt. Der Neubau sieht sieben weitere Musikzimmer sowie einen grosszügigen Gruppenraum vor.
Die Herausforderung des Auftrags bestand darin, ein neues Gesamtensemble zu schaffen, welches den Neubau mit den Bestandsvolumen funktional sowie gestalterisch verbindet und eine neue Adressbildung generiert.

Der Ersatzneubau fügt sich in Position, Kubatur sowie Materialität fein in die bestehende Situation ein. Er kommt rückwärtig zum Rebbauernhaus zu liegen und schliesst westlich an den bestehenden eingeschossigen Anbau an. Eine maximale Ausnutzung der Baufläche wurde hierdurch erzielt.
Der Betonbau mit aussenliegender Wärmedämmung ist entsprechend Bestandesgebäude verputzt und mittels leichter Differenzierung der Putzstrukturen in Sockel und Restfassade gegliedert. Hierdurch sowie durch die Adaption der bestehenden Geschossigkeit des Rebbauernhauses weist das neue Ensemble eine einheitliche Fassadengliederung auf.
Die schlanken Fensterprofile, anthrazitfarben ausgeführt, nehmen sich gestalterisch maximal zurück. Der Sockelbereich verfügt über ein annähernd Fassadenlanges Bandfenster; die Zimmer in den oberen Geschossen werden jeweils über ein grosszügiges Lochfenster belichtet.

Der Ersatzneubau nimmt die Fläche der ehemaligen Flöten-Werkstatt ein. In Anlehnung an den bis anhin vorherrschenden Werkstattcharakter wurden die Musikzimmer mit möglichst wenigen und in sich rohbelassenen Materialien ausgeführt. Die konstruktiven Betonwände sind sichtbar; die Akustikdecke ist niveaugleich in die Sichtbetondecken eingelassen und wird durch eben diese gerahmt. Die raumhohen Akustikvorhänge passen sich farblich dem Beton an. Die Wahl des massiven Eichenstabparkettbodens steht hierzu im Kontrast und bildet zugleich den Ausgleich zur Schaffung einer warmen, stimmigen Atmosphäre.
Die in Form und Sprache stark reduzierten Räumlichkeiten bieten somit maximale Freiheit für die verschiedensten Bedürfnisse der Schüler- sowie Lehrerschaft.

Die Verbindung von Alt und Neu konnte durch eine gemeinsame Erschliessungszone geschaffen werden. Die in einer Glas-Stahl-Konstruktion errichteten „Fuge“ differenziert sich in ihrer Materialwahl sowohl vom Rebbauernhaus als auch vom Ersatzneubau, stellt einen stetigen Bezug zwischen Aussen- und Innenraum her und tritt als neutrale Verbindungsschicht in Erscheinung.

Die neue Adresse der Musikschule Stäfa wurde geschaffen!